Das Anschreiben
Wer sich erfolgreich bei einem Unternehmen bewerben möchte, sollte dem Anschreiben oder auch Motivationsschreiben große Beachtung schenken. Dieses Dokument entscheidet in den meisten Fällen, ob man in den Kreis der Auserwählten aufgenommen wird oder ob die Bewerbung gleich im Absage-Stapel landet.
Warum ist das Anschreiben so wichtig?
Ist in einem Unternehmen eine Stelle zu vergeben, dann landen nicht selten hunderte Bewerbungen auf dem Tisch eines Personalentscheiders. Um hier schon mal die Spreu vom Weizen zu trennen und sich ein Bild über die Fähigkeiten und Qualifikationen eines Bewerbers zu machen, lesen viele Personalverantwortlichen zuerst einmal das Anschreiben.
Ziel dieses Schreibens ist es, dem Unternehmen glaubhaft zu vermitteln, dass man genau der oder die Richtige für den Job ist und man die nötigen Qualifikationen besitzt, um den Beruf erfolgreich auszuüben. Will man hier punkten, muss man sich von seinen Mitbewerbern abheben und beim Leser den Wunsch auf ein persönliches Kennenlernen erzeugen.
Ist man auf eine Stellenanzeige gestoßen für die man glaubt geeignet zu sein, sollte man zuerst etwas Recherche betreiben. Nur wer über die Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens informiert ist, kann im Zuge seiner Bewerbung das Interesse am Unternehmen glaubhaft vermitteln. Auch die verlangten Anforderungen sollten einem verständlich sein, um im Anschreiben seine Qualifikationen realistisch herüber zu bringen.
Formale Grundlagen
Generell sollte ein gewisser formaler Stil für die ganze Bewerbung eingehalten werden, darum sollte man für alle verfassten Schreiben dieselbe Schriftgröße (12 mit Zeilenabstand 1,5), den gleichen Schrifttyp (Times, Arial oder Verdana) und das selbe Papier (A4, weiß oder mit dezenten Farbnuancen) verwenden. Unbedingt zu vermeiden sind knallige Farben, Spezialschriften und verziertes Briefpapier.
Beim Verfassen des Textes sollte man besonders penibel vorgehen, um Rechtschreibfehler und kompliziert verschachtelte Sätze zu vermeiden. Um den Text übersichtlich und leicht lesbar zu gestalten, wählt man am besten eine klare und verständliche Sprache (nicht zu viele Fremdwörter oder Fachausdrücke) und formuliert seine Sätze knapp und präzise.
Gliederung des Anschreibens
Der Aufbau eines Anschreibens sollte dem Stil eines Geschäftsbriefs folgen und in der Regel nicht länger als anderthalb Seiten sein. Man beginnt mit den eigenen Adressdaten, welche wahlweise als Kopfzeile oder als Block links oben gestaltet werden können.
Achten Sie hier besonders auf die Korrektheit der Firmendaten (richtige Rechtsform, Titel und Name der Ansprechperson, Adresse)!
Anschließend fügt man rechtsbündig die Zeile für den Ort und das Datum ein.
In der anschließenden Betreffzeile (linksbündig) nimmt man Bezug auf die Stelle bzw. die genaue Stellenbezeichnung, für die man sich bewirbt.
Damit Ihre Bewerbung einer Stellenanzeige zugeordnet werden kann, empfiehlt es sich, auf das Medium, in dem man die Anzeige gelesen hat, Bezug zu nehmen.
Nach der Bezugszeile folgt die - nach Möglichkeit persönliche - Anrede des Ansprechpartners im Unternehmen. Hier sollte man wieder besonderes Augenmerk auf den korrekten Titel und Namen richten.
Nun geht es ans Eingemachte - den Haupttext. Versuchen Sie gleich in den ersten Zeilen einen Bezug zum Unternehmen herzustellen. Dies kann durch ein bekanntes Produkt des Unternehmens erfolgen oder man hat durch Medien, Veranstaltungen usw. schon öfter etwas über das Unternehmen gehört. Eine Einleitung könnte dann folgendermaßen Aussehen:
"... da mir Ihr Unternehmen aus den Medien als erfolgreicher und innovativer Betrieb bekannt ist, möchte ich mich für die Stelle als Marketingmitarbeiter bewerben."
Ist die richtige und passende Einleitung gefunden, versucht man seine Qualitäten und Fähigkeiten interessant zu präsentieren. Wichtig ist dabei, seine Stärken hervorzuheben und klar erkennbar zu machen, dass man sich über seine Fähigkeiten und Qualifikationen im Klaren ist. Am besten kann man dies darstellen, indem man anhand der Schilderung von bisherigen Tätigkeiten plausibel macht, dass man die benötigten Anforderungen erfüllt. Bei den Formulierungen sollte man jedoch übertriebene Selbstbeweihräucherung vermeiden, denn auch hier gilt: Eigenlob stinkt!
Eine höfliche Schlussformel wie "Auf die Gelegenheit eines persönlichen Gesprächs würde ich mich sehr freuen" und die persönliche Unterschrift des Dokuments runden das Ganze ab.
Kritik ist hilfreich
Abschließend ist es am besten, den Text noch einmal von einer kompetenten Person Korrekturlesen zu lassen, denn auch die Rechtschreibprüfung des Computers ist nicht unfehlbar. Wird das Schreiben dann auch noch als spannend und gut formuliert empfunden, dann ist man auf dem besten Weg zum neuen Job.
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21.09.2011
Nachrichten
Das Gros der heutigen Beschäftigten hat die Angst um den Job tief verinnerlicht. Was ist, wenn der Arbeitgeber pleitegeht? Wo findet sich eine neue Stelle, wenn man jenseits der 50 ist, alleinerziehend, gering qualifiziert oder einen Beruf gelernt hat, für den kein Bedarf mehr existiert? Wir wollen mehr ... gute Arbeit für gutes Geld mit Qualifikationen, damit wir morgen noch gebraucht werden.